Foto: Corinna Guthknecht

ANGELINA JOLONG

 

JURISTIN


 

Ich komme aus Malakal im Südsudan und habe in Kartum Jura studiert. Meinen Bachelor of Law erhielt ich 2002 von der Elneelain University und meinen Master of European International Energy Law 2014 von der TU Berlin in Deutschland.

 

Gearbeitet habe ich schon für Hilfsorganisationen und als Diplomatin, u.a. in Jordanien und dem Irak. Dabei bin ich in ganz unterschiedlicher Weise mit Fragen einer zukunftsfähigen Energieversorgung in Berührung gekommen.

 

Jedoch verbinde ich auch ganz persönliche, traurige Erinnerungen mit dem Thema Energie. So starb meine Schwägerin während der Entbindung, weil das Krankenhaus kein Öl für den Stromgenerator mehr hatte. Hinter dem Gebäude fließt der Nil, und ich dachte, wenn die Klinik Strom aus Wasser, Wind oder Sonne gewinnen würde, könnten viele Leben gerettet werden.

 

Meine Vision ist die afrikanische Energiewende. Deshalb unterstütze ich Brücken bauen mit der Sonne.

 



 

Weltweit sind viele Menschen von Energiearmut betroffen, besonders in den ländlichen Regionen südlich der Sahara. In Dörfern und Gegenden ohne Strom stagniert die Entwicklung von Landwirtschaft und Gewerbe, moderne Kommunikation ist nicht möglich, für die Beleuchtung und das Kochen kann oft nur Feuer genutzt werden. Kurz: Ohne Strom gibt es nahezu keine Perspektive, der Armut zu entkommen.

 

Das Projekt „Brücken bauen mit der Sonne“ will mit einem innovativen Konzept dazu beitragen, dass aus Energiemangel Energiewandel wird. Durch Kompetenzvermittlung sowie den Aufbau und die Unterstützung von Ausbildungszentren und -programmen in Kenia und Benin wird die nötige Basis für die praktische Nutzung von sauberer und frei verfügbarer Solarenergie gelegt. In Kooperation mit namhaften Partnern, wie der Stiftung der Deutschen Wirtschaft und der Innogy Stiftung, baut das Projekt nicht nur „Brücken“, sondern ganze Netzwerke auf, um den Austausch von Wissen über die Möglichkeiten nachhaltiger Energie zu fördern.

 

Bei uns in Hamburg, dem vielzitierten „Tor zur Welt“, werden nicht nur Waren verschifft, sondern es wird auch viel Know-How exportiert. „Brücken bauen mit der Sonne“ ist ein innovatives, inspirierendes und integratives Projekt, das durch einen solchen Know-How-Export in Kooperation mit den Menschen vor Ort die Lebensbedingungen nachhaltig verbessern möchte.

 

Daher unterstütze ich diese Initiative gerne mit meiner Schirmherrschaft.

 

PROF. DR. MIRANDA SCHREURS

 

LEHRSTUHL FÜR ENVIRONMENTAL AND CLIMATE POLICY

HOCHSCHULE FÜR POLITIK AN DER TU MÜNCHEN

 

Spätestens seit den 1980er Jahren ist jedermann klar, dass Umweltschutz keine Grenzen kennt. Und auch wirtschaftliche und soziale Zusammenhänge manifestieren sich zusehends raum- und zeitübergreifend. Was heute hier bei uns passiert, kann schon morgen Auswirkungen auf die Menschen in anderen Teilen der Welt haben. Dies gilt sowohl in ökonomischer, ökologischer als auch sozialer Hinsicht. In ganz besonderer Weise gilt dies für den Bereich der Klima- und Energiepolitik.

 

Verantwortung muss heute immer global gedacht werden. Das Projekt "Brücken bauen mit der Sonne" lebt dieses Verständnis in ganz praktischer und handfester Weise. Deshalb hat es unser aller Unterstützung verdient.